Was ist Mediation?

Mediation ist ein Verfahren zur außergerichtlichen Beilegung von Streitigkeiten, in dem die Parteien versuchen, unter Leitung eines unparteiischen Dritten eine Einigung zu erzielen, die ihren jeweiligen Interessen gerecht wird.

Wem hilft Mediation?

Privatpersonen:

Langwierige Differenzen bei Erbauseinadersetzungen, komplexe Verhandlungen innerhalb der Familie oder auch Nachbarschaftstreitigkeiten lassen sich konstruktiv beilegen.

Wohnungseigentümern:

So kann eine zielführende Lösung in WEG-Auseinandersetzungen geschaffen, das Verhältnis innerhalb der Mietergemeinschaft verbessert oder auch die Fehlerkontrolle zwischen den Beteilten bei Bauvorhaben abgestimmt werden.

Unternehmern/Selbstständigen:

Zur Deeskalation von Differenzen mit dem Partner oder Differenzen bei der Auflösung einer Gesellschaft, Partnerschaft oder Praxis, bei der Regelung der Unternehmensnachfolge, zur Verbesserung des Betriebsklimas durch die Aufdeckung und Lösung von Rivalitäten oder Frustrationen der Mitarbeiter bis hin zur Hilfe bei Mobbing können so einvernehmliche Lösungen gefunden werden.

Unternehmen:

Mitarbeiter- oder Führungskonflikte, Führungswechsel, Mobbing, Kompetenzstreitigkeiten, Eingliederungen, Corporate Identity, Prozeßoptimierung, Akzeptanz von Reformen, Veränderung der Kompetenzverteilung und ähnliche Komplikationen, die das Betriebsklima stören und damit das Betriebsergebnis gefährden, können aufgefangen und abgefedert werden.

Wofür eignet sich Mediation?

Für Konflikte, in denen das alleinige Durchsetzen der eigenen vertraglichen Position oder gesetzlichen Ansprüche nicht zum Erreichen des gewünschten Ergebnisses führt.

Für Konflikte, die die persönlichen und/oder beruflichen Beziehungen der Beteiligten möglichst wenig belasten sollen.

Für Konflikte, bei denen die Beteiligten eine Regelung im kleinen Rahmen und vertraulich finden sollten, um die eigene Position am Markt nicht zu schwächen oder gar zu gefährden.

Warum hilft Mediation?

Einigungen sind in der Regel für beide Seiten leichter anzunehmen und damit beständiger, da die Lösung von den Beteiligten selbst erarbeitet wird.

Die Mediation ist im Gegensatz zum gerichtlichen Prozess nicht öffentlich und damit vertraulich. Durch Einzelgespräche mit dem Mediator können zudem Informationen und Hintergründe in die Lösungsfindung einfließen, ohne dass ein Beteiligter dem anderen interne Informationen offenbaren müsste. Der Mediator kann nicht zum Zeugen einer der Parteien in einem späteren Prozess werden.

Komplexe Rechtsfragen können kosten- und zeitsparend auch ohne externe Gutachter gelöst werden, da die Beteiligten den Sachverhalt kennen und damit selber darüber entscheiden können.

Termine und Verhandlungstempo können frei und flexibel entsprechend den Wünschen und Bedingungen der Beteiligten vereinbart werden.

Der Konflikt eskaliert weniger; Verträge und das damit verbundene Vertrauensverhältnis zwischen den Betroffenen wird weniger belastet. Die Geschäftsbeziehungen bleiben erhalten.

Konflikte resultieren häufig gerade aus einer Erschütterung des Vertrauensverhältnisses der Beteiligten. Dieses kann im Rahmen einer Mediation - über den "offiziellen Streit" hinaus -mitbehandelt werden und das Beilegen des Konflikts erleichtern.